STROHrundbrief April

Auswinterungserfahrung 16. April 2018

kein Schimmel kein Kondenswasser keine Feuchtigkeit

40 Bienenvölker der Imkerei zu denen ich jetzt etwas schreibe sind in unterschiedlich mit Stroh ausgestatteten Kisten untergebracht. Sie haben reichlich Brut und haben es kuschelig warm. Holzkisten sind problematischer.

Die Beuten sind mit 3-8 Waben, im Schnitt mit 6 Waben, DN-breit x 39cm-hoch bestückt.

20 Beuten haben an vier Seiten die von den Bienen berührt werden 6cm dicke Strohwände. Weitere Beuten haben an zwei oder drei Seiten 6 cm Stroh, die andern Wände sind dann Holzschied und/oder innen hinterlüftete doppelte Holz Außenwand.

Der dichte Deckel über dem Brutraum ist aus 4 mm Holz. Darüber befindet sich eine Honigraumzarge mit einem mit Stroh gefüllten Mehlsack.

Der Raum hinter dem Schied ist vollkommen mit strohgefülltem Papiersack gefüllt. Es gab keinen Schimmel, kein Kondenswasser, keine Feuchte!!

 

War der Deckel über den Waben aus Weichfaserdämmplatte, so war der etwas feucht. Kein Schimmel, keine Feuchte, kein Kondenswasser.

War der Raum hinter dem Schied nicht bis oben und bis zur Rückwand voll gab es dort Feuchte, ganz selten etwas Kondenswasser, keinen Schimmel.

War der Raum hinter dem Schied gefüllt mit HOLZschieden fand ich in drei Fällen grünen Schimmel an bis zu vier Stellen in Flecken von bis zu 4cm Größe. Keine Feuchte, Kein Kondenswasser.

War der Holzdeckel nach oben nicht dicht, knabberten die Bienen den Sack an. Der Sack war feucht. Offenes Stroh wurde feucht. Kein Kondens. Kein Schimmel.

Das waren gute Erfahrungen.

Robert Friedrich

STROHrundbrief März

Liebe Bienenfreunde. Werte StrohBeutenInteressierte

Diese Woche wird begonnen eine erste Serie von Bienenwohnungen zu bauen. Die Holzarbeiten sollten bis Ende April fertig sein.

Wir haben, da das Langstroh erst ab August zur Verfügung stehen wird, Schilf geerntet, was (???vorübergehend??dauerhaft???) als Ersatz für Stroh dienen kann. Insbesondere bei Kollegen, die möglichst bald Bienen in warmhaltigen Bienenwohnungen erleben möchten. Als Wärme-Feuchte-Regulierung bieten wir, bis VollStroh zur Verfügung steht, eine Kombination aus gedroschenem Stroh und Schilf an. Das Schilf wird in BackOfenHitze hygienisiert (Schimmel).

Die HolzKonstruktion der Beuten bleibt gleich. Die Wände werden zunächst bis zu einem bestimmten Volumen mit gedroschenem demeter Stroh gefüllt. Das wild fasernde Stroh wird gebändigt indem es von einer Lage Schilf überdeckt wird. Dieses Schilf wird mit Holzleisten fest geklemmt. Damit ist die Kiste ist einsatzbereit.

In unseren Beuten werden wir im Herbst Schilf/Stroh durch Vollstroh ersetzen.

Es werden zunächst Beuten in 1 ½ DN gebaut für 8 Waben. Nach entfernen des Schieds (was auch die isolierte Außenwand darstellt) ist Platz für 10 Waben.

Imker, die Beuten in der oben beschriebenen Stroh/Schilf Art erhalten, können ab Spätsommer zugeschnitten vorbereitetes Stroh von uns beziehen und den Austausch, nach unsrer Anleitung, sehr einfach, selbst tätigen.

Der angebotene Preis für die BrutRaumZarge in 1 ½ DN bleibt bei 150 €.       Ab 55608 Berschweiler.

Bestellungen werden ab sofort entgegen genommen. Die Kolleginnen, die schon bestellt haben und sich für das neue Angebot entscheiden, werden vorrangig berücksichtigt. Ende April/Anfang Mai sind Bruträume 1 ½ DN bereit. Auch Kisten ohne Dämmung zum selbst füllen.

Drei Sensenkurse mit Strohernte sind 2018 geplant.

Mit besten Wünschen für eine gute Auswinterung

Robert Friedrich

VOLUMEN: die 42 Liter Frage

Bienenschwärme beziehen in der “Natur“, laut Bienenforscher Prof. Seeley, Wohnhöhlen bevorzugt in der Größe von etwa 42 Litern.

Wenn wir den Bienen eine Beute für 1 ½ DN oder Dadant anbieten, so wären das jeweils etwa 37 Liter bei 8 Waben, beziehungsweise etwa 47 Liter bei 10 Waben. Imker setzen gerne noch einen Honigraum (oder mehrere), von 25 – 30 Litern drauf. Für unser Klima wäre Dadant im Hochformat, gerade für Menschen, die neu mit der Imkerei beginnen möchten, sicher eine sehr gute Option für den Brutraum.

Knappe Hinweise zu einem angenehmen Arbeiten mit der Strohbeute: Versuchen, eine Beziehung mit dem Bien aufzunehmen. Raumgröße, dem Bien gemäß, mit Schied regulieren.

Zu leerem Raum hinter dem Schied:

Etwa Oktober – April: den leeren Raum hinter dem Schied mit einfach zu entnehmendem Dämmmaterial (mit Stroh gefüllte Papiertüte, weitere Schiede, verpackten Kuschelpullover, damit die Bienen sich nicht verheddern können…..) zur Vermeidung von Schimmelbildung komplett ausfüllen.

Etwa Mai – September: nach Entfernen des Dämmmaterials den Raum hinter dem Schied mit Rähmchen mit Baurichtungsvorgabe zur Vermeidung von Chaosbau füllen.

Bequeme Durchschau:

Das Schied zusammen mit daran festgebauter Wabe aus der Beute nehmen und vorsichtig kippsicher ab/legen/stellen. In der Kiste ist jetzt ein etwa 10 cm breiter Raum entstanden, in dem man die übrigen Waben gut bewegen und begutachten kann. Auch eine Sprühbehandlung ist nun ohne Herausnehmen der Waben, durch Verbreitern der Wabengassen und Sprühen in die Gassen, möglich. Hierdurch ist die Unterkühlung der Bienen viel geringer als beim Herausnehmen der Waben. Wenn man den Schlauch aus der Sprühflasche entfernt, kann man (mit den allermeisten Sprühflaschen) „kopfüber“ sprühen.

Wenn man sich am „natürlichen“ Bedürfnis des Bien, wie es Prof. Seeley gefunden hat, orientiert, wäre ihm eine Wohnung von 42 Litern am genehmsten. Wir Imker haben Wünsche, die oft in andere Richtungen gehen. Suchen wir gemeinsam mit dem Bien einen beiden gedeihlichen guten Weg.

In Einzelaufstellung im Freien stehende STROHBEUTEN.

 

Roggenlangstroh

 

Der Bien kuschelt sich oft ans Stroh. Er beginnt das Brüten oft auf der Wabe, die sich direkt an der Strohwand befindet. Er lagert große Mengen Propolis zwischen Strohhalme. Er knabbert nicht am Stroh. Im Kasten sind keine Feuchte und kein Schimmel erkennbar.

Beute aus Glas im Schloß Freudenberg – Wiesbaden

Glaskasten in der Öffentlichkeit

Der Bien als Lehrer – eine Herausforderung

Was hat eine Bienenwohnung

aus Sicherheitsglas und Kirschholz mit nicht gedroschenem Stroh zu tun?

Nichts!

 

Was lehrt der Bien, im Glaskasten in www.schlossfreudenberg.de in Wiesbaden, der ganzjährig bei Wohnraumtemperatur lebt?

Er erträgt tausende an die Scheiben schlagende, klopfende KinderHändeFäuste.

Er irritiert, verängstigt, verwundert, entspannt, erfreut ………. unterhalb des Fluglochs sitzende Hochzeitsgäste und Cafebesucher.

Er erträgt Worte wie: blöde Käfer, scheiß Schmetterlinge, krasse Wespen…..

Er erstaunt, belehrt, berührt, erheitert, bannt, begeistert…… jährlich einige zehntausend überraschte Besucher.

Mich erstaunt es seit mehr als einem Jahrzehnt, dass er immer wieder ganz klein aus dem Winter kommt, und dann: stärker, später und schneller als andere Völker „explodiert“.

Der GlasBien gibt Rätsel auf, wie er ganzjährige Lästigkeiten, durch Lärm und Licht, auch in vielen Abendveranstaltungen, und ganzjährige Zimmertemperatur so gut meistert.

Vor kurzem erst ist mir eingefallen/aufgefallen, dass der GlasBienenKasten vom Imker nicht gereinigt werden muss. Keine Motten, keine toten Bienen, keine Feuchte, kein Schimmel. Bienen, die sterben möchten, können dazu immer ausfliegen. Bienen, die gestorbene Stockgenossinnen hinausschleppen möchten (sie fliegen erkennbar nur deshalb raus), können dies immer tun, es herrscht immer Zimmertemperatur im Raum, in dem die Kiste steht. Der Glaskasten fordert eine lange Lernzeit. Obwohl ich die Zusammenhänge seit vielen Jahren sehe, sind sie mir erst jetzt, Anfang 2018, bewusst geworden.

Bienen fragen Menschen

 

Können/wollen wir dem einzelnen Bien sein Leben erleichtern? Können/wollen wir ihm die Möglichkeit geben, weniger aufwändig Honig zu erzeugen? Können/wollen wir dem Bien Möglichkeiten geben, sich mehr um das Stiften von Beziehungen in der Welt zu kümmern und weniger um Notwendigkeiten seines eigenen Organismus? Indem wir ihm Wohnungen anbieten, die er sowohl im Sommer als auch im Winter leicht und effektiv ihm gemäß klimatisieren kann? Kisten, die ihm guten Schutz bieten? Möglicherweise sind Beuten aus Stroh – aus ungebrochenen, ganzen, Strohhalmen ? – für unser Klima besonders gute Wohnungen für die von uns betreuten Bienen?

Viele ImkerInnen können diese Gedanken nachvollziehen, ihnen etwas abgewinnen.

STROHHALME

 

StrohSTROHHALME tragen die Haupt/Grund/Nahrung der meisten Menschen, das Getreide, die Getreidekörner. Reis, Mais, Hirse,… Koch/Brau/Mehl/..-Getreide.

Getreide versorgen den menschlichen Organismus mit Energie, dienen in der Regel als Grundlage des menschlichen Wärmeorganismus.

Effektiver als Getreide kann Honig dem Organismus Energie, Wärme spenden. Er ist dem Organismus sofort verfügbar und muss nicht zunächst durch Backen, Kochen, Gären, Kauen,………… erschlossen werden.