Beobachtungen

Warum finden wir Strohbeuten, Strohschiede, Klimadeckel gut?
Es scheint Bienen geben sich anders, es scheint sie fühlen sich sehr wohl!

Beobachtungen

Die Bienenkönigin startet sehr häufig das Brutgeschäft auf der Wabe, die sich direkt an Strohwand/Strohschied befindet.

Schwärme, insbesondere kleine Schwärme, starten häufig ihren Wabenbau an dem Rähmchen welches sich an Strohschied/Strohwand anschließt.

Man kann in manchen Völkern sehr schön gebaute schlupfreife Weiselzellen finden, die statt an einer Wabe, direkt an das Stroh von Strohwand/ Strohschied gebaut sind, obwohl es im Volk noch genügend „übliche“ Waben gibt, an denen „gewöhnlich“ schöne Königinnenzellen gebaut werden.

Wenn man im Winter, zur Varroabehandlung, eine Strohbeute öffnet, begrüßen uns die Bienen sehr viel seltener mit hochgestellten Hinterleibern und ausgefahrenem Stachel als Störenfriede, als sie es in einer gewöhnlichen Holzbeute tun.

Wenn man bei winterlicher Witterung nach entfernen des Klimadeckels, eine Hand sofort flach auf Tuch/Zwischendeckel/Folie legt, spürt man Wärme, auch wenn das Volk brutfrei ist.

Wintertrauben sind in Strohkisten locker, nicht so kompakt als ganz feste Traube wie in Holzkisten mit ihren sehr eng sitzenden Trauben. Die „Trauben“ schmiegen sich oft an Strohschied/Strohwand. Bienen bewegen sich in der Kiste, ohne zu verklammen. Sie können auch zu weit entfernten Honigwaben laufen.

Der Beutenboden ist, außer im Winter, immer sauber.

Es gibt, wenn man die Regeln – siehe Hinweis unter „Kurze Hinweise zu Strohschieden“ – beachtet, kein Kondenswasser, keine Feuchte, keinen Schimmel.

Kurze Hinweise zu Strohschieden

Unsere ersten dickwandigen Strohbienenkisten wurden in Serie vor etwa 30 Jahren gebaut und sind zum großen Teil in Betrieb.

Eines unserer Anliegen ist es, möglichst mit Naturmaterialien zu arbeiten und auf Metall und Kunststoff zu verzichten. Bei Schieden gelingt das gut durch gute handwerklich aufwändige Arbeit mit Holz, Hof eignem demeter Roggenstroh und Wickelrohr aus Rattan. Die Schiede sind fest, robust, leicht und gut bewegbar.

Recht häufig startet die Königin das Brutgeschehen auf der Wabenfläche, die sich direkt gegenüber der Strohfläche von Wand oder Schied befindet.

In unserer Imkerei arbeiten wir folgendermaßen mit Schieden: der Brutbereich umfasst in der Regel höchstens fünf Waben in den Maßen: 1 ¾ DN, Dadant, 1 ½ DN, Einraumbeute. Das Brutzentrum wird bei Kaltbau rechts und links von einem Schied eingerahmt, bei Warmbau kommt das Strohschied hinter die Brutwaben. LeerRähmchen werden, wenn erforderlich, vom Brutnest aus gesehen hinter/seitlich des Schieds gegeben. Die Bienen können Schiede auch im Winter gut überwinden, die HonigWaben dahinter gut erreichen. Spätestens Ende der Einwinterung ist hinter den Schieden keine Brut.

Erfahrung mit verschiedensten Arten von Beuten und (Stroh)Schieden zeigt: Feuchte, insbesondere bei schwächeren Bienenvölkern, zieht gerne in leeren Raum hinter dem Schied. Dort kann die Feuchte zu Schimmel führen. Abhilfe gegen Schimmel schafft zunächst eine richtige Volksführung mit einer vom Bien gut pflegbaren (nicht zu großen) Anzahl von Waben. Des Weiteren an der HolzBeutenAußenwand Lüftungsöffnungen und/oder Klimadeckel und/oder komplettes Füllen des Leerraums hinter Schied mit weiteren Schieden oder anderem Füllmaterial, beispielsweise ein mit Stroh (bitte: NICHT! Heu/Wolle) gefüllter Papiersack. Wenn kein Klimadeckel vorhanden ist sollte der Raum nach oben, zwischen Schied/Füllmaterial und Deckel/Folie/Wachstuch kleiner als 2 cm sein. Es könnte sich sonst in dem Raum Schimmel fördernde Feuchte sammeln.

Auf früher bebrüteten, dunklen Waben hat Schimmel in kalt/feuchter Jahreszeit ohne Vorbeugemaßnahmen gute Entwicklungsmöglichkeiten. Unbebrütete und ganz mit verdeckeltem Honig gefüllte Waben berührt der Schimmel eher nicht. Die geschlossen Holzböden unserer Strohbeuten sind –auch dank der Arbeit vieler Mitbewohner- auffällig sauber. 2019 hatten wir als Versuch bei etwa 50 Völkern auf geschlossenem Boden Stroh als Bausperre gegeben. In den sehr vielen Fällen wurde es dort feucht und oft schimmelig. Bienen versuchten das Bodenstroh rauszutragen. Strohwände werden nicht gerupft, nur propolisiert.

Frage: Kann die Beobachtung geteilt werden, dass durch die großen Propolis Vorräte, die an Strohwänden lagern, die Rähmchen weniger verkittet, leichter beweglich sind? Anregungen und Fragen nimmt die Imkerei am Schwalbenhof gerne entgegen. Telefon 06752-914 744.

STROHschied oder Einstreu?

STROHschied oder Einstreu?

Wände oder Decke oder Boden?

Bienen lebten über Jahrtausende in ihren Wohnungen in Symbiose mit vielen anderen kleinen Lebewesen, in Beuten aus Stroh, Ruten, Ferula, Kork, dickem rauem Holz, Schilfrohr und vielen anderen Materialien. Auch die bis in die 1970er Jahre in ganz Deutschland und bis 1989 in der DDR überwiegend eingesetzten Hinterbehandlungsbeuten boten gute Lebensmöglichkeiten für diese Tierchen wie etwa den Bücherskorpion. Man findet den Bücherskorpion häufig in den damals gebräuchlichen Alberti Beuten, sie haben an den Seiten eine Füllung mit Hobelspänen. Auch in Klotzbeuten und im Zeidlerbaum findet man bis zu 200 Arten Kleinlebewesen.

In heute üblichen Holzbeuten finden Mitbewohner, etwa 20 verschiedene Arten, Lebensmöglichkeiten. Ein Strohschied, ein Klimadeckel oder gar eine Strohbeute bieten einen bienengemäßen, trockenen, warmen Lebensraum für bis zu 200 Arten von Mitbewohnern.

Bienen haben einen Putztrieb.                                                                                           

Sie haben, wie man beobachten kann, gerne einen sauberen Boden. Kleinlebewesen unterstützen sie beim reinigen. Ein fester Holzboden in einer Kiste mit Klimadeckel, oder Strohschieden, oder komplett aus Stroh, ist, bei einem gesunden Volk, außer bei Kälte, immer sauber. Schiebt man auf den Holzboden eine vergitterte Diagnoseeinlage, lässt diese über Wochen, Monate dort, finden sich dort kaum abgeschrotete Wachsdeckel, zumeist keine Varroen, keine Wachsmottenmaden. Diese und andere „Abfälle“ sind selbstverständlich vorhanden, aber sie werden verwertet, genutzt, weggeräumt von Mitbewohnern aus dem Stroh (Bienen können wegen des für sie unüberwindbaren Gitters dort keine Bienengemäße Sauberkeit schaffen). Bringt man loses Stroh oder anderes Material auf den Beutenboden, versuchen die Bienen dies raus zu schleppen oder fest zu kitten und zu überkitten. Das ist eine ständige große Anforderung an die Bienen. Bienen in Kisten und Körben könnten in ihre Kraft ihren Putztrieb sinnvoller in andere Aufgaben stecken.

Liegt Stroh auf dem Boden als dickere Schicht, oder sitzen Schied oder Strohsack direkt auf dem Boden, kann sich dort, an der oft kältesten Stelle der Beute, Feuchte ansammeln. Durch Feuchte kann Schimmel entstehen.

STROHrundbrief März 2018

Liebe Bienenfreunde. Werte StrohBeutenInteressierte

Diese Woche wird begonnen eine erste Serie von Bienenwohnungen zu bauen. Die Holzarbeiten sollten bis Ende April fertig sein.

Wir haben, da das Langstroh erst ab August zur Verfügung stehen wird, Schilf geerntet, was (???vorübergehend??dauerhaft???) als Ersatz für Stroh dienen kann. Insbesondere bei Kollegen, die möglichst bald Bienen in warmhaltigen Bienenwohnungen erleben möchten. Als Wärme-Feuchte-Regulierung bieten wir, bis VollStroh zur Verfügung steht, eine Kombination aus gedroschenem Stroh und Schilf an. Das Schilf wird in BackOfenHitze hygienisiert (Schimmel).

Die HolzKonstruktion der Beuten bleibt gleich. Die Wände werden zunächst bis zu einem bestimmten Volumen mit gedroschenem demeter Stroh gefüllt. Das wild fasernde Stroh wird gebändigt indem es von einer Lage Schilf überdeckt wird. Dieses Schilf wird mit Holzleisten fest geklemmt. Damit ist die Kiste ist einsatzbereit.

In unseren Beuten werden wir im Herbst Schilf/Stroh durch Vollstroh ersetzen.

Es werden zunächst Beuten in 1 ½ DN gebaut für 8 Waben. Nach entfernen des Schieds (was auch die isolierte Außenwand darstellt) ist Platz für 10 Waben.

Imker, die Beuten in der oben beschriebenen Stroh/Schilf Art erhalten, können ab Spätsommer zugeschnitten vorbereitetes Stroh von uns beziehen und den Austausch, nach unsrer Anleitung, sehr einfach, selbst tätigen.

Der angebotene Preis für die BrutRaumZarge in 1 ½ DN bleibt bei 150 €.       Ab 55608 Berschweiler.

Bestellungen werden ab sofort entgegen genommen. Die Kolleginnen, die schon bestellt haben und sich für das neue Angebot entscheiden, werden vorrangig berücksichtigt. Ende April/Anfang Mai sind Bruträume 1 ½ DN bereit. Auch Kisten ohne Dämmung zum selbst füllen.

Drei Sensenkurse mit Strohernte sind 2018 geplant.

Mit besten Wünschen für eine gute Auswinterung

Robert Friedrich

VOLUMEN: die 42 Liter Frage

Bienenschwärme beziehen in der “Natur“, laut Bienenforscher Prof. Seeley, Wohnhöhlen bevorzugt in der Größe von etwa 42 Litern.

Wenn wir den Bienen eine Beute für 1 ½ DN oder Dadant anbieten, so wären das jeweils etwa 37 Liter bei 8 Waben, beziehungsweise etwa 47 Liter bei 10 Waben. Imker setzen gerne noch einen Honigraum (oder mehrere), von 25 – 30 Litern drauf. Für unser Klima wäre Dadant im Hochformat, gerade für Menschen, die neu mit der Imkerei beginnen möchten, sicher eine sehr gute Option für den Brutraum.

Knappe Hinweise zu einem angenehmen Arbeiten mit der Strohbeute: Versuchen, eine Beziehung mit dem Bien aufzunehmen. Raumgröße, dem Bien gemäß, mit Schied regulieren.

Zu leerem Raum hinter dem Schied:

Etwa Oktober – April: den leeren Raum hinter dem Schied mit einfach zu entnehmendem Dämmmaterial (mit Stroh gefüllte Papiertüte, weitere Schiede, verpackten Kuschelpullover, damit die Bienen sich nicht verheddern können…..) zur Vermeidung von Schimmelbildung komplett ausfüllen.

Etwa Mai – September: nach Entfernen des Dämmmaterials den Raum hinter dem Schied mit Rähmchen mit Baurichtungsvorgabe zur Vermeidung von Chaosbau füllen.

Bequeme Durchschau:

Das Schied zusammen mit daran festgebauter Wabe aus der Beute nehmen und vorsichtig kippsicher ab/legen/stellen. In der Kiste ist jetzt ein etwa 10 cm breiter Raum entstanden, in dem man die übrigen Waben gut bewegen und begutachten kann. Auch eine Sprühbehandlung ist nun ohne Herausnehmen der Waben, durch Verbreitern der Wabengassen und Sprühen in die Gassen, möglich. Hierdurch ist die Unterkühlung der Bienen viel geringer als beim Herausnehmen der Waben. Wenn man den Schlauch aus der Sprühflasche entfernt, kann man (mit den allermeisten Sprühflaschen) „kopfüber“ sprühen.

Wenn man sich am „natürlichen“ Bedürfnis des Bien, wie es Prof. Seeley gefunden hat, orientiert, wäre ihm eine Wohnung von 42 Litern am genehmsten. Wir Imker haben Wünsche, die oft in andere Richtungen gehen. Suchen wir gemeinsam mit dem Bien einen beiden gedeihlichen guten Weg.

In Einzelaufstellung im Freien stehende STROHBEUTEN.

 

Roggenlangstroh

 

Der Bien kuschelt sich oft ans Stroh. Er beginnt das Brüten oft auf der Wabe, die sich direkt an der Strohwand befindet. Er lagert große Mengen Propolis zwischen Strohhalme. Er knabbert nicht am Stroh. Im Kasten sind keine Feuchte und kein Schimmel erkennbar.

Beute aus Glas im Schloß Freudenberg – Wiesbaden

Glaskasten in der Öffentlichkeit

Der Bien als Lehrer – eine Herausforderung

Was hat eine Bienenwohnung

aus Sicherheitsglas und Kirschholz mit nicht gedroschenem Stroh zu tun?

Nichts!

 

Was lehrt der Bien, im Glaskasten in www.schlossfreudenberg.de in Wiesbaden, der ganzjährig bei Wohnraumtemperatur lebt?

Er erträgt tausende an die Scheiben schlagende, klopfende KinderHändeFäuste.

Er irritiert, verängstigt, verwundert, entspannt, erfreut ………. unterhalb des Fluglochs sitzende Hochzeitsgäste und Cafebesucher.

Er erträgt Worte wie: blöde Käfer, scheiß Schmetterlinge, krasse Wespen…..

Er erstaunt, belehrt, berührt, erheitert, bannt, begeistert…… jährlich einige zehntausend überraschte Besucher.

Mich erstaunt es seit mehr als einem Jahrzehnt, dass er immer wieder ganz klein aus dem Winter kommt, und dann: stärker, später und schneller als andere Völker „explodiert“.

Der GlasBien gibt Rätsel auf, wie er ganzjährige Lästigkeiten, durch Lärm und Licht, auch in vielen Abendveranstaltungen, und ganzjährige Zimmertemperatur so gut meistert.

Vor kurzem erst ist mir eingefallen/aufgefallen, dass der GlasBienenKasten vom Imker nicht gereinigt werden muss. Keine Motten, keine toten Bienen, keine Feuchte, kein Schimmel. Bienen, die sterben möchten, können dazu immer ausfliegen. Bienen, die gestorbene Stockgenossinnen hinausschleppen möchten (sie fliegen erkennbar nur deshalb raus), können dies immer tun, es herrscht immer Zimmertemperatur im Raum, in dem die Kiste steht. Der Glaskasten fordert eine lange Lernzeit. Obwohl ich die Zusammenhänge seit vielen Jahren sehe, sind sie mir erst jetzt bewusst geworden.

Bienen fragen Menschen

 

Können/wollen wir dem einzelnen Bien sein Leben erleichtern? Können/wollen wir ihm die Möglichkeit geben, weniger aufwändig Honig zu erzeugen? Können/wollen wir dem Bien Möglichkeiten geben, sich mehr um das Stiften von Beziehungen in der Welt zu kümmern und weniger um Notwendigkeiten seines eigenen Organismus? Indem wir ihm Wohnungen anbieten, die er sowohl im Sommer als auch im Winter leicht und effektiv ihm gemäß klimatisieren kann? Kisten, die ihm guten Schutz bieten? Möglicherweise sind Beuten aus Stroh – aus ungebrochenen, ganzen, Strohhalmen ? – für unser Klima besonders gute Wohnungen für die von uns betreuten Bienen?

Viele ImkerInnen können diese Gedanken nachvollziehen, ihnen etwas abgewinnen.

STROHHALME

 

StrohSTROHHALME tragen die Haupt/Grund/Nahrung der meisten Menschen, das Getreide, die Getreidekörner. Reis, Mais, Hirse,… Koch/Brau/Mehl/..-Getreide.

Getreide versorgen den menschlichen Organismus mit Energie, dienen in der Regel als Grundlage des menschlichen Wärmeorganismus.

Effektiver als Getreide kann Honig dem Organismus Energie, Wärme spenden. Er ist dem Organismus sofort verfügbar und muss nicht zunächst durch Backen, Kochen, Gären, Kauen,………… erschlossen werden.